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Theater-News

Er ist endlich da – der zweite Theateraufzug

Am Freitag, den 15.9.2023, hat Intendant Markus Müller gemeinsam mit den Sponsoren und Spendern endlich den zweiten Aufzug im Theater seiner Bestimmung übergeben, nämlich alle Besucher schnellstmöglich nach oben zu befördern. Er ließ sich das Wortspiel vom „erhebenden Gefühl“ nicht entgehen. Mit dem neuen Panorama-Aufzug erreichen die Besucher fünf Ebenen im Großen Haus vom Erdgeschoss (Zentralgarderobe) über das Parkett, das Hauptfoyer bis zum ersten und zweiten Rang. Jede Ebene wird sowohl visuell als auch akustisch angekündigt. Die Wände und die Decke von Aufzug und Einhausung sind aus Glas gestaltet. Im Interesse des Denkmalschutzes ist der Aufzug an einer Leitertrasse aufgehängt, so dass die Fassade nicht verändert werden musste. Die von den Theaterfreunden 2003 errichtete Stiftung Mainzer Theaterkultur hat diesen Aufzug mit 154.000 € gefördert. Bei der Einweihung wurde die Stiftung durch Frau Michaelis, der früheren Programmgestalterin im Vorstand der Theaterfreunde Mainz, vertreten.

50 Jahre Theaterfreunde Mainz: Feiern und schenken

Die Theaterfreunde Mainz feierten am 23. Juli 2023 im Landesmuseum den 50. Jahrestag der Vereinsgründung im Jahre 1973. Mit der Gründung seien viele Bürgerinnen und Bürger, darunter Dr. Heiner Geißler, Prof. Dr. Karl Holzamer, Dr. Walter Kalkhof-Rose und seine 2022 verstorbene Ehefrau Sibylle Kalkhof-Rose und Dr. Anton Maria Keim, allen Plänen entgegengetreten, die das Theater in seiner Existenz gefährdet hätten, sagte der Vorsitzende der Theaterfreunde, Justizrat Dr. Wolfgang Litzenburger, zu Beginn seiner Begrüßung. Es seit letztlich diesem bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken, dass das Ensembletheater in Mainz erhalten geblieben sei und sich so künstlerisch erfolgreich bis heute entwickeln konnte. Kämpfe um und für das Mainzer Theater Noch zwei weitere Male, nämlich 2011 und 2021, hätten städtische Sparvorschläge zu Lasten des Mainzer Theaters ein Eingreifen der Theaterfreunde Mainz an der Spitze des aus Orchesterförderverein, Ballettförderverein, Theaterstiftung, Volksbühne und Theatergemeinde gebildeten Aktionsbündnisses erforderlich gemacht, und zwar jeweils mit dem Erfolg, dass die Einsparvorschläge zu Lasten des Theaters fallengelassen wurden. Für die Zukunft ist sich Litzenburger sicher, dass derartige Sparvorschläge nicht mehr auf den Tisch kämen. In Anspielung auf die sprudelnden Steuereinnahmen sagte er wörtlich: „Seit 2021 wissen wir, dass die Stadt Mainz nicht nur am „Goldenen Rhein“, sondern auch „An der Goldgrube“ liegt.“…

Schläpfer hört in Wien auf

„Ich habe mich entschieden, nicht mehr als Chef zu arbeiten, sondern als Künstler.“ Mit diesem Satz begründete der frühere Mainzer Balletchef Martin Schläpfer bei der Bekanntgabe seines vorletzten Saisonprogramms in Wien seine Entscheidung, den Vertrag als Direktor des Wiener Staatsballetts nicht über 2025 hinaus zu verlängern. Es handle sich zwar primär um eine persönliche Entscheidung, doch seien auch andere Gründe dafür maßgebend gewesen, nicht zuletzt die mangelnde Probeninfrastruktur: „Zwei Ballettsäle sind für das, was wir leisten, sehr wenig“. Schläpfer erwartet zudem, dass die nächsten Jahre im Tanz große Umbrüche zeigen werde. Auch deshalb will er sich mehr auf die Tätigkeit als Choreograf konzentrieren.