Kategorie: Theater

Tanzdirektor Honne Dohrmann verlängert bis 2026/27

Die Erfolgsgeschichte der vielfach prämierten Kompanie tanzmainz wird von Honne Dohrmann fortgeführt. Honne Dohrmann hat seinen Vertrag als Tanzdirektor, der 2023/24 ausgelaufen wäre, um drei weitere Jahre bis zur Spielzeit 2026/27 verlängert. Er kommentiert dies mit den Worten: „Ich bedanke mich für das Vertrauen und bin glücklich, dass ich mit unserem großartigen Team den eingeschlagenen Weg fortsetzen darf. Wir haben uns zur Aufgabe gesetzt, dem zeitgenössischen Tanz am Repertoiretheater ein neues Gesicht zu geben und wollen Publikum wie Mitwirkende mit innovativen Konzepten nachhaltig begeistern. Das Staatstheater Mainz unter der Leitung von Markus Müller bietet uns dafür ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten“. Markus Müller, Intendant des Mainzer Staatstheaters, freut sich über diesen Schritt seines erfolgreichen Tanzdirektors so: „Er hat als Tanzdirektor mit seinem Team tanzmainz zu einem unglaublichen Erfolgsmodell entwickelt – und wir wollen unbedingt den gemeinsamen Weg weitergehen, der uns hier im Theater immer wieder begeistert und mit unserer Compagnie in der ganzen Welt bekannt macht.“

Intendant Markus Müller verlängert bis 2031

In der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember 2022 haben die Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz als Träger des Staatstheaters Mainz einstimmig beschlossen, den Vertrag von Intendant und Geschäftsführer Markus Müller, der regulär zur Spielzeit 2025/26 auslaufen würde, für weitere fünf Jahre bis zum Ende der Spielzeit 2030/31 zu verlängern.

Unter der Leitung von Markus Müller und seinem Team steht das Staatstheater für große künstlerische Erfolge und einen enormen Publikumszuspruch, die Besucherzahlen erreichten bis zur Coronapandemie Rekordwerte – und bereits jetzt gelingt es dem Haus, Abonnentinnen und Abonnenten und Besucherinnen und Besucher trotz schwieriger Bedingungen wieder zu binden.

„Seit Beginn seiner Intendanz 2014/15 haben Markus Müller und sein Team das Staatstheater Mainz zu einem außergewöhnlich erfolgreichen kulturellen Bezugs- und Diskursort für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und zu einem attraktiven Anziehungspunkt für zahlreiche nationale und internationale Besucherinnen und die Stadt, dass die Zusammenarbeit mit dem Intendanten Markus Müller fortgesetzt werden kann“, sagte Kulturstaatssekretär und Aufsichtsratsvorsitzender des Staatstheaters Mainz, Prof. Dr. Jürgen Hardeck.

Das Mainzer Staatstheater begegnet den Herausforderungen der Pandemie, der Inflation und der steigenden Energiepreise und dem damit verbundenen stark veränderten Verhalten der Besucherinnen und Besucher eindrucksvoll – mit einem Spielplan, der sich den großen Themen der Zeit stellt und mit einer intensiven Kommunikation, die die Menschen an das Haus bindet und Vertrauen schafft.

„Die Landeshauptstadt Mainz freut sich sehr über die Vertragsverlängerung von Markus Müller, die ein tolles Signal für den Theaterstandort Mainz ist. Für die Zukunft gibt es zahlreiche Ideen und Pläne, die nun auf Grundlage einer soliden Zukunftsperspektive umgesetzt werden können. Mit seiner Schaffenskraft und gemeinsam mit seinem Team prägt und gestaltet Markus Müller die Entwicklung der Mainzer Innenstadt als Kultur- und Begegnungsort “, so der Bürgermeister der Stadt Mainz, Günter Beck.

„Zahlreiche Auszeichnungen und Einladungen zu renommierten Festivals belegen immer wieder die große Strahlkraft und die inhaltlich- ästhetische Relevanz des Theaters unter der Intendanz von Markus Müller. Ich freue mich deshalb, dass Markus Müller dem Staatstheater Mainz und den Theaterbegeisterten im Land weitere fünf Jahre erhalten bleibt“, sagte Kulturministerin Katharina Binz. Vor einer Woche erst wurde mit Sphynx von Rafaële Giovanola zum dritten Mal eine Choreografie von tanzmainz mit dem wichtigsten deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

„Ich freue mich sehr über das in mein Team und mich gesetzte Vertrauen und bedanke mich dafür“, betont Markus Müller: „Wir haben in Mainz schon vieles gemeinsam erreicht und ich bin unglaublich stolz auf meine wunderbaren Kolleg:innen auf und hinter der Bühne. Selbst unter kompliziertesten Bedingungen haben sie mit ihrer Kreativität und Brillanz möglich gemacht, dass wir dem oft prosaischen Alltag der Menschen andere Welten entgegensetzen können. Gerade in schwierigen Zeiten wollen wir als Theater da sein. Um zum Fantasieren und Denken zu verführen, Begegnungen zu stiften, zu unterhalten und vermeintliche Gewissheiten zu erschüttern. Wir sind noch lange nicht am Ende unserer Geschichte(n), haben noch so viel zu erzählen, noch so viele Pläne und Projekte – da ist es gut, um eine verlässliche Perspektive für die Zukunft
zu wissen.“

Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur vom 2.12.2022

Opera Award für Dallapiccolas „Ulisse“ in der Regie von Tatjana Gürbaca

Die Jury der International Opera Awards, die am 28.11.2022 in Madrid verliehen wurden, ehrte die Oper Frankfurt am Main für die beste Wiederentdeckung, nämlich die Neuproduktion der Oper „Ulisse“ des italienischen Modernisten Luigi Dallapiccola (1904-1975). Dallapiccola verarbeitet in seiner Oper Motive von Homers „Odyssee“. Als Luigi Dallapiccolas Oper „Ulisse“ 1968 an der Deutschen Oper Berlin Premiere hatte, da stieß das Werk auf Unverständnis und geriet danach in Vergessenheit. Diese wurde 2022 in Frankfurt von Tatjana Gürbaca, der früheren Operndirektorin an Staatstheater Mainz, zum ersten Mal nach ihrer Uraufführung neu inszeniert. Der „Ulisse“ versteht sich als Summe von Dallapiccolas Schaffen.

Weitere Auszeichnungen

Gemeinsam erhielten die Opern- und Balletttheater in Lwiw und Odessa den Preis am Montag. Damit würdige man den Mut und die Widerstandsfähigkeit der Ukrainer, trotz der Gefahren und Verwüstungen des Krieges weiterhin Vorstellungen zu geben, hieß es bei der Verleihung in Madrid.
Sänger des Jahres wurden die Sopranistin Sabine Devieilhe und der Bariton Stéphane Degout, beide aus Frankreich. Den Dirigentenpreis erhielt der Italiener Daniele Rustioni. Der Regie-Preis ging an den Norweger Stefan Herheim. Die britische Sopranistin Nardus Williams wurde mit dem „Rising Star“-Award ausgezeichnet. Der Leserpreis des „Opera“ Magazins ging an den samoanischen Tenor Pene Pari. Für ihr Lebenswerk wurde die britische Mezzosopranistin Dame Janet Baker geehrt.

Die Jury

Die International Opera Awards werden alljährlich durch das Londoner Fachmagazin „Opera“ seit 2013 verliehen. Die Auszeichnungen würdigen hervorragende Leistungen im Bereich der Oper und rücken herausragende Talente und Nachwuchskünstler in die Öffentlichkeit. Über die Vergabe entscheiden Opernkritiker, Administratoren und Interpreten aus 20 Ländern.

Der Faust 2022 geht an Rafaele Giovanolos „Sphynx“

Der Deutsche Bühnenverein hat mitgeeilt, dass Rafaële Giovanola für „Sphynx“ von tanzmainz den Faust-Preis in der Kategorie Choreografie im Jahr 2022 ausgezeichnet worden ist. Der Faust wurde im Düsseldorfer Schauspielhaus übergeben. Außer dieser tanzmainz-Produktion wurden ausgezeichnet:

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GMD Hermann Bäumer verlässt Mainz 2025

Gene­ral­mu­sik­di­rektor Hermann Bäumer gibt seinen Posten nach 14 Jahren zum Jahr 2025 auf. Er verzichtet darauf, seinen Vertrag über das Jahr 2025 hinaus zu verlängern. In der Mitteilung des Phil­har­mo­ni­schen Staats­or­chesters und des Staats­theaters wird Hermann Bäumer dazu mit folgenden Worten zitiert: „Nach dann 14 Jahren, die ich mit diesem musi­ka­lisch sehr leis­tungs­fä­higen und inhalt­lich sehr koope­ra­tiven Klang­körper arbeiten durfte, wird es Zeit für eine künst­le­ri­sche Neuori­en­tie­rung“.

Der Inten­dant des Mainzer Staatstheaters, Markus Müller, bedauerte den Weggang Bäumers und bemerkte dazu, dass er mit dem Diri­genten stets überaus vertrau­ens­voll zusam­men­ge­ar­beitet habe und dies auch weiterhin tun werde: „Für das Staats­theater Mainz führt diese Entschei­dung Hermann Bäumers bereits jetzt zu einem immensen Verlust­ge­fühl.“

Auch die Theaterfreunde Mainz bedauern den Weggang des in Mainz so überaus erfolgreichen Dirigenten, der so viel für das und mit diesem Orchester erreicht hat. „Er werde 2025 eine große Lücke im so reichhaltigen Mainzer Kulturleben hinterlassen, stellte deren Vorsitzender Dr. Wolfgang Litzenburger fest.

Der Landes­be­trieb Phil­har­mo­ni­sches Staats­or­chester Mainz und das Land Rhein­land-Pfalz müssen jetzt nach einem adäquaten Nach­folger für die Zeit ab 2025 suchen.

Bierwirth unterstützt Staatstheater Darmstadt

Der kaufmännische Geschäftsführer des Staatstheaters Mainz Volker Bierwirth geht zwar demnächst in den Ruhestand, doch setzt er sich deshalb noch lange nicht zur Ruhe. Er ist vom hessischen Kunstministerium beauftragt worden, dem Staatstheater Darmstadt bei der Aufarbeitung der Haushaltsmisere zu helfen. Dazu sollen die Verwaltungs- und Geschäftsabläufe innerhalb der Theaterverwaltung analysiert und die notwendigen Veränderungsprozesse von ihm begleitet werden.

Erik Raskopf wird Nachfolger von Volker Bierwirth

Der Aufsichtsrat des Staatstheater Mainz hat Herrn Erik Raskopf als Geschäftsführender Theaterdirektor am Staatstheater Mainz zum 1. März die Nachfolge von Volker Bierwirth antreten wird. Herr Raskopf ist derzeit als Künstlerischer Betriebsdirektor, Prokurist und Stellvertreter des Intendanten am selben Haus tätig. Weiterlesen

Neues Zuhause für Künstler am Staatstheater

Seit Jahrzehnten stellen die Theaterfreunde Mainz dem Staatstheater eine Wohnung zur Verfügung, in der Regisseure, Sänger, Schauspieler, Tänzer usw. für wenig Geld einige Tage, Wochen oder auch Monate wohnen können. Die Nachfrage nach dieser preisgünstigen Unterkunft für Künstler am Theater war so groß, dass sich die Theaterfreunde entschlossen haben, eine zweite Wohnung im Augustinergäßchen, also ganz nah beim Staatstheater, anzumieten, zu möblieren und zur Einquartierung von Künstlern zur Verfügung zu stellen. Die von den Künstlern zu zahlende Miete ist nicht kostendeckend, so dass die Theaterfreunde auf diese Weise mehrere tausend Euro dem Staatstheater zukommen lassen.