Neuer Chefdisponent Erik Raskopf

Es gibt nicht viel, was er auf oder hinter der Theaterbühne noch nicht gemacht hat. Er ist ein wahrer Alles-Könner, der künftige Chefdisponent am Staatstheater Mainz, Erik Raskopf. Auch als derzeitiger Chefdisponent am Staastheater Nürnberg frönt er seiner Leidenschaft – der Schauspielerei. 

Erik Raskopf, Foto: Ludwig Olah

Erik Raskopf, Foto: Ludwig Olah

Erik Raskopf ist 1959 geboren. Schon als Kind entdeckt Erik Raskopf seine Leidenschaft für das Theater, nicht zuletzt durch eine Ausbildung bei Kammerschauspieler Günter Reim. Bereits mit 15 Jahren spielt er den Piccolo in Ralph Benatzkys Singspiel „„Im weißen Rössl““ am Theater Trier.

Erik Raskopf arbeitet nach seinem wirtschaftswissenschaftlichen Studium an der Universität Trier zunächst in der Industrie als Assistent der Geschäftsführung und als Leiter Marketing. Danach wechselt er als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit an das Theater Trier, wo er sich später als Ballettdramaturg bzw. Ballettmanager betätigt. Sein Weg führt ihn an das Nationaltheater Mannheim, wo er persönlicher Referent des Generalintendanten Ulrich Schwab wird und später stellvertretennder Ballettdirektor. Nach einer kurzen Unterbrechung wegen seines Engagements für die Augsburger Puppenkiste kehrt er 2002 an das Mannheimer Theater zurück und ist dort für Organisation und Management des Balletts zuständig. 

Im Jahre 2005 wechselt er nach Nürnberg an das dortige Staatstheater. Bis 2008 ist er Betriebsdirektor des Tanztheaters Nürnberg und arbeitet mit der Chefchoreografin Daniela Kurz zusammen. Seit 2008 ist Erik Raskopf Chefdisponent am Staatstheater Nürnberg. 2014 wird er Künstlerischer Betriebsdirektor und Chefdisponent am Staatstheater Mainz.

Museum für Jim Knopf & Co aus der Augsburger Puppenkiste

Auch das Theater in seiner kleinsten Form fasziniert und beschäftigt Erik Raskopf. 2001 wird Erik Raskopf der erste Direktor des neu gegründeten Museums der Augsburger Puppenkiste. Im Museum „die Kiste“ sind seit Oktober 2001 die berühmten Marionetten der Augsburger Puppenkiste zu bewundern: Kater Mikesch, Urmel, Jim Knopf, Lukas der Lokomotivführer, Kalle Wirsch und alle anderen Stars der Augsburger Puppenkiste. „Alles nur Theater“ ist der Titel der bislang letzten von Erik Raskopf 2013 gestalteten Sonderausstellung des Museums. Seit der Eröffnung haben über 725.000 Menschen das Museum besucht!

Schauspieler mit Leib und Seele

Trotz seiner organisatorischen Aufgaben in wechselnden Funktionen hinter der Bühne, tritt er immer wieder als Schauspieler auf. Er spielte Gustav Kühne in der Komödie „“Das Geld liegt auf der Bank““, Rubberface in Jerome Kerns Musical „„Show Boat“, den Puppenspieler in Kevin O‘’Days „„Who‘s afraid of Red?“, Eugen von Rohnsdorff in der Operette „„Die Csárdásfürstin“, den Notar in Donizettis Komischer Oper „Die Regimentstochter“ und zuletzt Professor Dr. Hinzelmann in Benatzkys Singspiel „Im weißen Rössl“. wl, 5.3.2014