Theaterfreunde helfen in Not

p1000168Die Theaterfreunde Mainz sammeln für in Not geratene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mainzer Staatstheaters. Zweck des Sozialfonds ist die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatstheaters Mainz und des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz und ihrer Angehörigen. Der Fonds leistet Hilfe in nicht anders behebbaren finanziellen Notlagen. Leistungen werden insbesondere gewährt in Todes- und Krankheitsfällen, insbesondere als zeitlich befristeter Beitrag zum Unterhalt zum Zwecke der Erziehung oder zur Sicherung einer angemessenen Unterkunft. Er rief alle Mitglieder aber auch alle Theaterbesucher auf, für diese Aktion zu spenden. Spendenkonto: IBAN: DE72 5508 0065 0240 0005 00, Stichwort: Sozialfonds

Bei der alljährlich stattfindenden Veranstaltung der Theaterfreunde zur Begrüßung der neuen Mitarbeiter des Staatstheaters in der Spielzeit 2016/2017 (Foto) sagte deren Vorsitzender, Dr. Wolfgang Litzenburger: „Schauspieler, Tänzer und Sänger verdienen am Anfang ihrer Karrieren deutlich weniger als etwa Kassierer/innen an Supermarktkassen, weshalb beispielsweise Krankheiten oder defekte Haushaltsgeräte schnell zu einer finanziellen Notlage führen können.“ Dann sei es Aufgabe guter Freunde, einzuspringen und zu helfen.

Staatstheater verdient mehr finanzielle Unterstützung

Bei dieser Gelegenheit äußerte sich Dr. Litzenburger auch zur aktuellen Diskussion über die Finanzausstattung der Theater in Rheinland-Pfalz. Er warnte nachdrücklich davor, die Theateretats weiter zu kürzen. Vor allem das Staatstheater Mainz habe in den letzten beiden Jahren unter Intendant Markus Müller eine hervorragende Arbeit geleistet, und zwar sowohl in künstlerischer als auch in finanzieller Hinsicht. So seien in der abgelaufenen Spielzeit 700.000 € zusätzliche Einnahmen über den Karten- und Abonnementverkauf eingespielt worden. Er rechne damit, dass sich die positive Entwicklung des Mainzer Staatsttheaters unter diesem Intendanten in den nächsten Monaten fortsetzen werde. Litzenburger forderte deshalb, dass dem Staatstheater mindestens die durch die jährlichen Gehaltserhöhungen entstehenden Mehrkosten ersetzt werden müssen.

Mit Blick auf die Diskussion um das Stadttheater in Trier warnte er vor einem Kahlschlag in der Kulturlandschaft. Er appellierte an alle Politiker in Stadt und Land, die Theater in den Städten nicht kurzfristigen fiskalischen Interessen zu opfern. Wörtlich sagte Litzenburger: „Wer Theater schließt, raubt einer Stadt ihr Herz“  Theater seien, so Litzenburger, ein wesentliches Element urbanen Lebens. Vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Senioren würden ärmer, gäbe es in einer Stadt keine Theater mehr.