„Pension Schöller“ ist ein Werk Mainzer Fastnachter

Foto: Martina Pipprich

Foto: Martina Pipprich

Das Staatstheater führt in dieser Spielzeit den Schwank „Pension Schöller“ auf (Premiere am 27. Februar 2016 im Kleinen Haus). Die bekannte Komödie sprüht nur so vor Irrwitz, schwingenden Türen und sich rasant überschlagenden Pointen. Weniger bekannt dürfte sein, dass sowohl Carl Laufs als auch Wilhelm Jacoby nicht nur gebürtige Mainzer sondern auch engagierte Fastnachter im Mainzer Carneval-Verein (MCV) waren.

Carl Laufs

Carl Laufs wurde am 20. Dezember 1858 in Mainz. Gemeinsam mit Wilhelm Jacoby war er im Mainzer Carneval-Verein tätig. 1889 verfasste er – nach einer Idee von Wilhelm Jacoby – die Posse Pension Schöller, die 1890 in Berlin uraufgeführt wurde. Obwohl Jacoby zum Text nichts beigetragen hatte, überließ ihm Laufs die Hälfte der laufenden Einnahmen. In den Jahren danach war Laufs als freier Schriftsteller. Am 13. August 1900 ist Laufs in Kassel gestorben.

Wilhelm Jacoby

Auch Wilhelm Jacoby ist in Mainz geboren, nämlich am 8. März 1855 als Sohn des Institutsvorstehers und späteren Verlegers F. A. Jacoby. Er arbeitete zuerst im Buchhandel und wurde dann Redakteur des Niederschlesischen Anzeigers in Glogau. 1878 übernahm er die Redaktion des Mainzer Tagblatts. Jacoby war Mitglied des Mainzer Carneval-Vereins und von 1884 bis 1889 auch dessen Präsident. Mit Carl Laufs verfasste er eine Reihe karnevalistischer Texte und Stücke. Jacoby starb am 20. Februar 1925 in Wiesbaden.