Kritik: PERELÀ von Pascal Dusapin – muss man sehen!

Perelà von Pascal Dusapin

Deutsche Erstaufführung von Perelà am 16.1.2015 im Staatstheater Mainz – Foto: Andreas Etter

„Nach zweieinhalb Premierenstunden bejubelt das Mainzer Publikum alle. Den anwesenden Komponisten. Das überbordend fantasievolle Regieteam. Die Musiker, die Sänger, die eine deutsche Erstaufführung lang durch Pascal Dusapins schwebende, changierende, farbige Musik gedrungen sind. „Perelà“, die vierte Oper des 1955 geborenen Franzosen, erlebte zwölf Jahre nach der Pariser Ur- ihre deutsche Erstaufführung. Wieder, wie an der Bastille-Oper, italienisch gesungen, wieder als uneingeschränkter Erfolg. Viel mehr als den sonst oft zu erlebenden pflichtschuldigst-höflichen Applaus fürs Neue gab es dafür im Großen Haus des Mainzer Staatstheaters.“ So leitet Axel Zibulski seine Kritik der deutschen Erstaufführung von Pascal Dusapins Oper PERELÀ in der Allgemeine Zeitung vom 19.1.2015 ein, die er mit der Empfehlung schließt, dass andere Theater diese großartige Inszenierung nachspielen sollten. Von einer Entdeckung für Deutschland spricht Frieder Reininghaus im Deutschlandfunk am 18.1.2015 und einen rauschenden Erstaufführungserfolg am Staatstheater für großes Musiktheater bescheinigt Manfred Langer vom OPERNFREUND am 18.1.2015 dieser Inszenierung.

Diesem Urteil schließen sich alle Theaterkritiker ausnahmslos an. Detlef Brandenburg (Die deutsche Bühne vom 17.1.2015) bringt seine Kritik so auf den Punkt: „Der Abend ist ein Totalerlebnis – da muss man hinfahren!“ Allseits anerkannt wird das ebenso schlüssige wie geschickte Regiekonzept von Lydia Steier, das aufs Beste mit den üppigen und kunterbunten Kostümen von Gianluca Falaschi sowie der Bühne von Flurin Borg Madsen harmoniert. Auch das Ensemble, allen voran der Gast Peter Tantsits, Genevieve King und Marie-Christine Haase, sowie der Chor erhalten von allen Seiten größtes Lob. Nicht zuletzt ist dieser „Coup“ – so Judith von Sternburg (Frankfurter Rundschau vom 18.1.2015) – der engagiert-gekonnten Leitung von Hermann Bäumer und dem vorzüglich aufgelegten Philharmonische Orchester zu verdanken. Fast alle Kritiker heben den Anteil der „soghaften“ Musik des bei der Premiere persönlich anwesenden Komponisten Pascal Dusapin am grandiosen Erfolg dieser Inszenierung hervor. Mitglieder der Theaterfreunde Mainz lesen mehr in der neuesten Ausgabe von THEATER IN DER KRITIK!
Dr. Wolfgang Litzenburger