Archiv der Kategorie: Tänzer

Delattre, Stéphen

Der Franzose Stéphen Delattre begann im Alter von 13 Jahren mit dem Choreographieren, entwickelte unter anderem Stücke für die Staatstheater Saarbrücken, Hannover, Augsburg und Stuttgart. 2008 wurde er zum besten Nachwuchs-Choreographen nominiert. 2010 erhielt er in Hannover den Kritikerpreis des „International Chorographers Contest“.

Nach drei Jahren im Ensemble von Ballett Mainz (2009-2012) hat Delattre mit Prêle Mainfroy und Mana Miyagawa, zwei weiteren ehemalige Tänzerinnen des Staatstheaters, die Compagnie „Delattre Dance Company“ gegründet.

Stragapede, Eliana

Eliana Stragapede wurde in Italien geboren und begann ihre Tanzausbildung an privaten Ballettschulen ihrer Heimat. 2011 schloss sie sich der Junior Dance Company Süditaliens unter der Direktion von Sara Accettura an. Dort bekam sie die Möglichkeit mit den Choreografen Osnat Kelner, Kerry Nicholls, Lucía Piquero, Janet Randell, Victor Fung, Stefanos Bizas, Yoshua Cienfuegos, Sara Accettura und Andrea Santato zusammen zu arbeiten. Von 2015 bis 2018 vertiefte sie ihr Tanzstudium an der Codarts University of the Arts in Rotterdam und tanzte u.a. in Choreografien von Jiří Kylián, Club Guy & Roni, Lukas Timulak, Rafael Bonachela und Lorand Zachar.

Mit der Spielzeit 2018/2019 wurde sie Ensemblemitglied bei tanzmainz.

Thuriot, Louis

Der Belgier Louis Thuriot besuchte ab 2011 The Art School for Modern Dance an der Kunsthumaniora in Brüssel und setzte sein Studium für seinen Bachelor in Dance an der Hogeschool voor de Kunsten, Codarts in Rotterdam fort. Während seines Studiums konnte er in Deutschland, Brasilien und den Niederlanden Erfahrung sammeln und u.a. mit den Choreografen Roxane Huilmand, Jos Baker, Leif Firnhaber, Iván Pérez, Neus Gil, Yael Cibulski, Marina Mascarell und Guy Shomroni zusammen arbeiten. Außerdem choreografierte er eigene Arbeiten wie Exploded control 2015 in Rotterdam, Balance 2016 aufgeführt in Den Haag, Rotterdam, Antwerpen, Deutschland und Brasilien und Peeping Eye mit Vorstellungen in Rotterdam und Den Haag. 2016 gewann Louis den 1. Preis des Solo Dance Competition in Brüssel, den 2. Preis beim Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals in Stuttgart sowie ein Stipendium der Jiří Kylián Foundation und 2015 einen Preis beim Cadance Festival in Korzo, Den Haag.

Im Jahrbuch TANZ 2018 wurde Louis Thuriot als Hoffnungsträger für den Tanz genannt.

Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 wurde er Mitglied des tanzmainz Ensembels.

Sydykov, Maksat

Maksat Sydykov stammt aus einer kirgisischen Tänzerfamilie und wurde in Kiew geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Ballettschule von Bishkek sowie an der English National Ballet School London. 2002 war er unter den Gewinnern des Prix de Lausanne. Martin Schläpfer engagierte den damals 17-Jährigen 2004 in sein ballettmainz, wo er in Balletten von George Balanchine, Regina van Berkel, Philipp Egli, Nick Hobbs, Hans van Manen und Eric Oberdorff sowie in zahlreichen Uraufführungen des Ballettdirektors zu erleben war. 2009 wechselte er ins Ballett am Rhein.

Slavec, Marija

Die aus Slowenien stammende Marija Slavec war zwei Jahre teil von D.A.N.C.E. (Europäisches interdisziplinäres professionelles Programm) unter der künstlerischen Leitung von Frédéric Flamand, William Forsythe, Wayne McGregor und Angelin Preljocai. 2009 war sie in eine Kollaboration von Swedish Riksteatern und Batsheva Dance Company eingebunden wo sie Ohad Naharins Kamuyot performte. Im selben Jahr wurde sie Teil des Ensembles Batsheva und tanzte in Naharins und Sharon Eyals Kreationen. Von 2012 bis 2016 tanzte sie in der Vertigo Dance Company in Stücken von Noa Wertheim, Sharon Fridman und Anna Halprin. Seit 2010 lehrt sie Gaga (eine besondere Form der Sprache durch Bewegungen) und im letzten Jahr war sie als Freelancerin tätig bis sie sich im November 2018 tanzmainz anschloss.

Petrovics, Sándor

Sándor Petrovics wurde 1987 in Ungarn geboren. Im Alter von 19 Jahren kam er durch das Sehen einer Talentshow im Fernsehen mit dem zeitgenössischen Tanz in Kontakt.
Nach seinem Abschluss an der Budapester Akademie für zeitgenössischen Tanz (BCDA) begann er 2012 seine freiberufliche Laufbahn und arbeitete mit Elèonore Valère Lachky (Ultima Vez), Máté Mészáros (Ultima Vez), Zsuzsa Rózsavölgyi (Rosas), Attila Kun (CEDT) und Kubilai Khan Investigations, in Frankreich.
Im Jahr 2015 trat er der israelischen Vertigo Dance Company bei und nahm an fünf verschiedenen Kreationen der künstlerischen Leiterin Noa Wertheim teil.
Während seiner Zeit in Israel wurde er stark von den Grundlagen der Kampfkunst, den Workshops von Jozef Frutzek und verschiedenen israelischen Tanzstilen beeinflusst. Er unterzog sich auch dem Ilan Lev Method Training Program, wurde zertifizierter Praktizierender und begann zusätzlich Schlagzeug zu spielen.
All diese Welten, kombiniert mit seinen Wurzeln im ungarischen Volkstanz, bereichern seine sich entwickelnde Lehrmethode.

Seit der Spielzeit 2019/20 ist er festes Mitglied des tanzmainz Ensembles am Staatstheater Mainz.

Tauru, Matti

Matti Tauru wurde in Finnland geboren und absolvierte seinen Bachelor of Arts an der London Contemporary Dance School. Matti erweiterte sein Studium u.a. durch Workshops in Gaga bei Ohad Naharin und der Batsheva Dance Company in Tel Aviv/ Israel, am Conservatory of dance in San Francisco sowie bei Les Ballets C de la B unter der Direktion von Berengere Bodin/ Danceworks London. Matti tanzte in Choreografien von Sinikka und Tiina Nopda, Tytti Kronqvist, Alex Ketley, Ohad Naharin und Lea Anderson in Finnland, San Francisco/USA und London.

Letzte Spielzeit 2016/2017 begann er sein Engagement bei tanzmainz am Staatstheater Mainz.

Van Praet, Thomas

Der gebürtige Belgier Thomas Van Praet begann seine Tanzausbildung an der königlichen Ballettschule in Antwerpen, Belgien und vollendete sie an der Rotterdamse Dansacademie Codarts in den Niederlanden.
Schon während seiner Ausbildung und auch im Anschluss arbeitete er mit namhaften Choreografen wie Jens Van Daele und André Gingras, mit dessen Stück The Autopsy Project er durch Europa tourte. Außerdem war Thomas Van Preat Teil der Theatergruppe DOX in Utrecht und von Club Guy & Roni,
bevor er 2013 als festes Ensemblemitglied der Tanzcompagnie Oldenburg nach Deutschland kam.

Zur Spielzeit 2014/15 wechselte Thomas van Preat an das Staatstheater Mainz.

Sakano, Maasa

Maasa Sakano – Foto: Andreas Etter

Maasa Sakano wurde in Japan geboren und erhielt 2004 ihr Diplom an der National Theatre Ballet School in Melbourne, Australien.

Nach freien Arbeiten in Deutschland, unter anderem mit Bettina Owczarek, Bianca Martin und shot AG kam sie 2008 zum Tanzensemble des Staatstheaters Darmstadt unter Mei Hong Lin, wo sie auch mit Jochen Ulrich, Johann Kresnik und Christina Comtesse zusammenarbeitete.

2011 wechselte sie ans Staatstheater Kassel zu Tanzdirektor Johannes Wieland und tanzte dort bis 2013 in Choreografien von Evangelia Kapetanea, Jozef Frucek, Stephanie Thiersch und Chris Haring. Bei der dOCUMENTA(13) in Kassel wirkte Sakano außerdem in der Installation this variation von Tino Sehgal mit.

2013 erreichte sie mit Choreograf Rene Alejandro Huari Mateus das Finale beim Internationalen Solo Tanz Theater Festival Stuttgart und erhielt beim 17. Festival of Choreographic Miniatures Belgrad den Publikumspreis. Im selben Jahr arbeitete Sakano in Hannover mit Landerer&Company mit den Choreografen Felix Landerer und Simone Deriu.

Zur Spielzeit 2014/2015 wechselt sie als Ensemblemitglied ans Staatstheater Mainz.

Soler Bastida, Jorge

Foto. Andreas Etter

Der Spanier Jorge Soler Bastida studierte Tanz am Royal Conservatory in Murcia und dem Royal Conservatory in Madrid. Vor seinem Engagemnet als Tänzer bei tanzmainz war er als freischaffender Tänzer und Choreograf tätig u.a. mit Gustavo Ramirez Sansano, mit Caroline Finn am Theater Kempten und beim Internationalen Festival FRESH. Ebenfalls begleitete er Maguerite Donlon als choreografischer Assistent an die Theater Hagen, Kiel und Wiesbaden und lehrte und assistierte beim Projekt „Set up“ in Irland. Seit 2005 war Jorge Solotänzer an namenhaften Companien, u.a. am Staatstheater Nürnberg unter Goyo Montero und am Saarländischen Staatstheater unter Maguerite Donlon. Hier arbeitete er in seiner bereits langjährigen Karriere mit Choreografen wie Tony Fabre, Eduardo Castro, Hilde Koch, Itzik Galili, Bernard Baumgarten, Fernando Hernando Magadan, LoÏc Perela und Stijn Celis zusammen. Seit 2008 choreografiert er eigene Arbeiten und war Finalist beim International Contest of Choreography Burgos-NY.

Seit 2016/17 ist Jorge Soler Bastida am Staatstheater Mainz.

Wannehag, John

John Wannehag wurde in Schweden geboren und studierte Tanz zuerst am Lund Dance & Musical Gymnasium in Lund/Schweden und weiterführend zum Master in Contemporary Dance an der Northern School of Contemporary Dance in Leeds/UK. Während seines Studiums gewann er 2012 und 2013 mehere Preise bei Skapa Dans und 2015 den ersten Preis als Best Student Film bei Cinnedans Amsterdam.

Bevor John zu tanzmainz kam, war er am Skånes Dansteater in Schweden engagiert und arbeitete als freischaffender Tänzer.

Weinöhl, Jörg

Jörg Weinöhl ist 1970 in Rüsselsheim in Deutschland geboren.

Im Anschluss an das Abitur lässt er sich an der Staatlichen Ballettakademie Stuttgart ausbilden und wird daraufhin von Marcia Haydée für das Stuttgarter Ballett verpflichtet.

Nach drei Jahren engagiert Martin Schläpfer Jörg Weinöhl als Soltänzer in seiner Compagnie in Bern. Die langjährige Zusammenarbeit mit Martin Schläpfer setzt sich, neben Gastspielen und TV-Aufzeichnungen, in Mainz und Düsseldorf fort.

Seit 2009 widmet sich Jörg Weinöhl zunehmend der Tätigkeit als Choreograph und entwickelt Stücke in verschiedenen Formaten.

Von 2016-18 war Jörg Weinöhl Ballettdirektor der Oper Graz.

Weiss, Julia

Julia Weiss aus Frankreich absolvierte ihre Ausbildung an der École de danse der Opéra National de Paris und war danach ein Jahr beim Ballet National de Paris engagiert. Nach fünf Jahren beim Ballet du Rhin in Mulhouse ging sie mit Giacopo Godani für zwei Jahre als Solistin nach Mainz, um ihr klassisches Repertoire um Zeitgenössisches zu erweitern. Von 2011 bis 2016 tanzte sie beim Semperoper Ballett, seit 2012 als Solistin u.a. als Julia in Stijn Celis „Romeo und Julia“.