Archiv der Kategorie: Startseite

Wieder ein FAUST-Preis für tanzmainz

Zum zweiten Mal in Folge gewinnt eine Choreografie von tanzmainz den begehrten Deutschen Theaterpreis DER FAUST. Sharon Eyal und Gai Behars Soul Chain wurde gestern Nacht in einer großen Gala des Deutschen Bühnenvereins in Regensburg ausgezeichnet.

Bereits letztes Jahr ging der Preis in dieser Kategorie an tanzmainz – für Fall Seven Times von Guy Nader und Maria Campos. Sharon Eyal war bereits 2013 mit Plafona als eine der
drei bedeutendsten Arbeiten des Jahres für den FAUST nominiert. Die Arbeit entstand unter der Intendanz von Markus Müller und der Tanzdirektion von Honne Dohrmann am Oldenburgischen Staatstheater, die Nachfolgeproduktion Plafona Now feierte 2014 am
Staatstheater Mainz Premiere.

Große Freude bei Intendant und Tanzdirektor

Für Intendant Markus Müller und Tanzdirektor Honne Dohrmann bedeutet diese erneute Auszeichnung eine wertvolle Bestätigung des Konzeptes von tanzmainz – und einen großen Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

„Ich gratuliere Sharon Eyal, Gai Behar, Honne Dohrmann, den Tänzerinnen und Tänzern und allen Mitwirkenden hinter den Kulissen von Herzen! Dass nicht nur das Publikum in zahlreichen ausverkauften Vorstellungen seine Begeisterung gezeigt hat, sondern es nun auch wieder eine hohe Auszeichnung für eine Arbeit von tanzmainz gibt, freut uns riesig – und macht große Lust auf alle zukünftigen Projekte“, betont Markus Müller.

Soul Chain wird in der Spielzeit 2019/20 wiederaufgenommen.

Rheinland-pfälzisches Theatertreffen ab 2020

Ab 2020 soll es ein Theaterfestival in Rheinland-Pfalz geben, bei dem sich das Staatstheater Mainz, das Pfalztheater in Kaiserslautern und die Theater in Koblenz und Trier mit ihren Schauspielen an wechselnden Orten präsentieren. Die erste Auflage dieses Festivals wird im März 2020 in Kaiserslautern im Pfalztheater stattfinden. Dabei soll die Verleihung des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises erfolgen.

Land erhöht Zuschussanteil auf 53 Prozent

Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz haben die Finanzierung des Staatstheaters neu vereinbart. Derzeit beläuft sich der Gesamtetat des Staatstheaters auf knapp 29 Millionen Euro, von denen das Theater knapp 3,5 Millionen Euro selbst erwirtschaftet. Insbesondere die jährlichen tarifbedingten Lohnsteigerungen beim Personal verursachen erhebliche Mehrkosten. In den vergangenen Spielzeiten mussten Stadt und Land ihre Anteile so um jeweils 750.000 Euro aufstocken. In der gerade begonnenen Spielzeit 2018/19 betragen diese personalbedingten Mehrkosten rund 1,6 Millionen Euro. Abweichend von der bisherigen paritätischen Finanzierung übernimmt das Land bei der Kompensation dieser Mehrkosten 200.000 Euro zusätzlich, insgesamt also eine Million Euro. Der städtische Anteil reduziert sich dadurch auf 600 000 Euro. Die Stadt Mainz hat zugesagt, ab der Spielzeit 2019/2020 ihre Zuwendungen ans Theater um jeweils bis zu 2,3 Prozent pro Spielzeit zu erhöhen. Den darüber hinausgehenden Bedarf trägt das Land. Die Gesellschaftsanteile werden zum 1. Januar 2019 so geändert, dass zukünftig das Land 53 Prozent und die Stadt 47 Prozent tragen.

Markus Müller, Intendant

„Wir sind sehr froh darüber, dass sich das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Stadt Mainz verbindlich auf dieser neuen Finanzierungsgrundlage für das Staatstheater engagiert. Das eröffnet uns in der Theaterleitung sowie allen Kolleginnen und Kollegen vor und hinter den Kulissen die Perspektive einer kontinuierlichen Theaterarbeit auf hohem Niveau. Theater ist wichtig und nötig, gerade in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten. Wie gut, dass diese Überzeugung von allen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung geteilt wird“, erklärte Markus Müller, Intendant des Staatstheaters Mainz.

Fusion von Staatstheater und Staatsorchester vom Tisch

In diesem Kontext entschied das Land, das Philharmonische Staatsorchester Mainz auch weiterhin als eigenständigen Landesbetrieb zu führen. Das Land Rheinland-Pfalz als Träger des Orchesters nimmt damit Abstand von früheren Überlegungen, den Klangkörper in die Staatstheater Mainz GmbH zu integrieren.  Künftig werden alle Orchester-Konzerte im Theater Veranstaltungen des Staatstheaters sein, wodurch sich die bislang notwendigen Absprachen und Verrechnungen zwischen Theater und Orchester in hohem Maße reduzieren werden.

Marie Rötzer bis 2023 Leiterin des Landestheaters in St. Pölten

Seit der Spielzeit 2016/17 ist Marie Rötzer, ehemalige Chefdramaturgin am Staatstheater Mainz, Künstlerische Leiterin des Landestheaters Niederösterreich in St. Pölten. Marie Rötzers derzeitiger Vertrag läuft eigentlich Ende Mai 2020 aus. Er wurde jetzt vorzeitig bis Juni 2023 verlängert.

 

Prämierte Operninszenierung von Puccinis Oper „Manon Lescaut“ im Staatstheater

Die polnische Regisseurin Karolina Sofulak und der britische Regisseur Gerard Jones haben den 10. Europäischen Opernregie-Preis 2018 an der Oper Zürich gewonnen. Sie und ihre Teams wurden jeweils mit dem ersten Preis des Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Siegerkonzepte werden am Staatstheater Mainz und beim Festival Holland Park in London auf die Bühne kommen. Weiterlesen

Martin Schläpfer

Martin Schläpfer wird Direktor des Wiener Staatsballetts

Der frühere Mainzer Ballettdirektor Martin Schläpfer wird Direktor des Wiener Staatsballetts. Er tritt mit Beginn der Saison 2020/21 die Nachfolge von Manuel Legris an. Schläpfer ist zur Zeit künstlerischer Direktor und Chefchoreograph des Balletts der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Davor leitete er 10 Jahre lang das Ballett am Staatstheater Mainz, an das ihn der damalige Theaterintendant Georges Delnon geholt hatte.

Helga Bender stirbt mit 76 Jahren

Die Kammerschauspielerin Helga Bender ist mit 76 Jahren in Mainz-Drais gestorben. Im September 2016 war ihr Ehemann, der ehemalige Mainzer Kulturdezernent Dr. Anton M. Keim, vorverstorben.

Helga Bender wurde 1942 im sächsischen Kamenz geboren. 1966 verließ sie die DDR und zog nach Mainz. Bereits damals trat sie beim Kabarett-Ensemble „Die Poli(t)zisten“ des Unterhaus-Mitbegründers Ce-Ef Krüger auf. 1969 wurde Helga Bender am Mainzer Theater fest engagiert. Diesem Theater hielt sie bis 2004 die Treue. Zum letzten Mal stand sie als greise Mutter Don Josés in „Carmen“ am Staatstheater Wiesbaden in der Spielzeit 2016/17 auf der Bühne.

Die Theaterfreunde Mainz werden Helga Bender stets in guter Erinnerung behalten.

Bundes-Kulturstiftung fördert tanzmainz

Die Jury der Kulturstiftung des Bundes hat auf ihrer letzten Sitzung im Frühjahr 2018 auch das interdisziplinäre Projekt „Between us“ von tanzmainz und der Kunsthalle Mainz sowie 24 weitere als förderungswürdig ausgewählt.  Für dieses Forschungs- und Ausstellungsprojekt kooperieren das tanzmainz Ensemble des Staatstheaters Mainz, die Kunsthalle Mainz und das Forschungsprojekt Motion Bank der Hochschule Mainz. In drei Disziplinen und unterschiedlichen ästhetischen Formaten beschäftigt sich „Between Us“ mit Übertragungs- und Übersetzungsprozessen und führt zeitgenössische Positionen des Tanzes, des Creative Coding und der Bildenden Kunst zusammen. Weiterlesen