Archiv der Kategorie: Generalmusikdirektor

GMD Bäumer verlängert bis 2025

Hermann Bäumer verlängert sein Engagement als Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz um weitere vier Jahre bis zum 31. Juli 2025. Staatssekretär Denis Alt freut sich über die weitere Zusammenarbeit: „Hermann Bäumer hat in den vergangenen Jahren als Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz und als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Mainz hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft vor uns haben und das hohe künstlerische Niveau des Orchesters weiter ausbauen können.“

Bereits seit dem 1. August 2011 leitet Bäumer das Orchester in Mainz. Unter seiner künstlerischen Leitung hat sich das Staatsorchester kontinuierlich entwickelt und hat neue Wege eingeschlagen. Dass seine Arbeit über Rheinland-Pfalz hinaus gewürdigt wird, belegen erhaltene Auszeichnungen: 2017 als „Innovatives Orchester“ durch die Deutsche Orchesterstiftung und für die Spielzeit 2018/2019 für das „Beste Konzertprogramm der Saison“ durch den Deutschen Musikverleger-Verband.

„Das Philharmonische Staatsorchester hat sich neben einer ungeheuren Musizierfreude auch die Neugier auf Neues sowie neue Sichtweisen auf Altbekanntes bewahrt. Das zeichnet auch das Mainzer Publikum aus und so ist es für mich eine Ehre und große Freude, hier in Mainz weiter arbeiten zu dürfen“, freut sich Bäumer über sein fortlaufendes Engagement.

„Die in den vergangenen Jahren erreichte künstlerische Leistungsfähigkeit des Philharmonischen Staatsorchesters ist ein Ergebnis der intensiven Arbeit Hermann Bäumers und stellt eine Bereicherung für das kulturelle Leben in Mainz und der Region dar“, so der Staatssekretär. Die innovativen Konzertformate, die Bäumers Leitung auszeichnen, werden auch in der aktuellen Spielzeit wieder aufgegriffen. So wird beim 6. Mainzer Komponistenporträt am 20. März in einem Sinfoniekonzert der türkische Pianist Fazil Say vorgestellt. Im April erfolgt ein Konzert der Reihe „Auf Wiederhören“, das sich mit Musik der Gegenwart beschäftigt.

Der Intendant des Mainzer Staatsheaters Markus Müller hob die Bedeutung der Arbeit Bäumers hervor: „Hermann Bäumer fordert sich, sein Orchester und unsere Sängerinnen und Sänger musikalisch immer wieder neu heraus. Er ist offen, neugierig und bringt eine vertrauensvolle zwischenmenschliche Atmosphäre in seine künstlerische Arbeit ein. Das exzellente Klangergebnis und das hohe musikalische Niveau erleben wir in den vielen Konzerten und Opernaufführungen. Daher freue ich mich sehr über die weitere Zusammenarbeit mit ihm als Generalmusikdirektor und als verlässlicher, wichtiger Partner für mich ganz persönlich und für das Staatstheater Mainz.“

Bäumers Engagement und sein Bezug zur Landeshauptstadt Mainz zeigen sich auch in weiteren Projekten: 2015 initiierte er ein Konzert für Flüchtlinge im Theater Mainz. Im diesjährigen Beethoven-Jubiläumsjahr entstand das Projekt „Beethoven-Babys“. Hierbei erhalten alle Babys, die in und um Mainz geboren wurden eine sechsjährige musikalische Patenschaft. Diese beinhaltet Krabbel- und Kinderkonzerte. „Die genannten Initiativen Hermann Bäumers zeigen, dass dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz ein künstlerischer Leiter vorsteht, der als Botschafter der Musik Brücken zu den Menschen schlägt“, würdigt Alt die Leistungen.

Neben der Vertragsverlängerung konnten auch zwei neue Orchesterstellen eingerichtet werden. Damit kann die künstlerische Ausrichtung des Orchesters ausgebaut werden.

2011 bis heute Hermann Bäumer

Hermann Bäumer ist am 28. Januar 1965 in Bielefeld geboren.

Ausbildung

  • Klavierunterricht mit 6 Jahren, später Violoncello- und Posaunenunterricht
  • 1985 Studium der Schulmusik in Detmold mit dem Hauptfach Posaune

Orchestermusiker

  • 1986-1992 Bassposaunist der Bamberger Symphoniker
  • 1992-2003 Posaunist der Berliner Philharmoniker

Dirigent und Orchesterleiter

  • Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
  • Radiosinfonieorchester Oslo
  • Bamberger Symphonikern
  • Landesjugendorchester in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz
  • Bundesjugendorchester
  • 1999-2003 Chefdirigent des Märkischen Jugendsinfonieorchester
  • 2004-2010 Generalmusikdirektor in Osnabrück
  • 2006 Uraufführung von Alex Nowitz’ Bestmannoper
  • 2004/2005 Uraufführung Hans Werner Henzes Wundertheater
  • seit 2011 Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz

Diskografie

  •  Christian Wilhelm Westerhoff (1763-1806), Symphonie Es-Dur
  • Eugene d‘ Albert (1864-1932), Symphonie op.4, CD
  • Friedrich Gernsheim (1839-1916), Symphonien Nr.1 g-moll op.32 …
  • Gottfried Hendrik Mann (1858-1904), Klarinettenkonzert op.90
  • Jon Leifs (1899-1968), Edda (Oratorium)
  • Josef Bohuslav Foerster (1859-1951), Symphonien Nr.3 & 4
  • Josef Bohuslav Foerster (1859-1951), Symphonie Nr.5 op.141
  • Charles Gounod (1818-1893), La Nonne Sanglante
  • Josef Bohuslav Foerster (1859-1951), Symphonien Nr.1 & 2
  • Karl Höller (1907-1987), Orchesterwerke
  • Hans Werner Henze (geb. 1926). Das Wundertheater (Oper in einem Akt)

Weblinks

  • Interview zu Henzes „Prinz von Homburg“

2001-2011 Catherine Rückwardt

Catherine Rückwardt wurde am 7.4.1960 in Los Angeles als Tochter des Dirigenten und Pianisten Prof. Irvin Beckmann sowie der Sängerin Judith Beckmann geboren.

 Ausbildung

  • 1975 Jungstudentin in der Violinklasse Friedrich Wührer an der Musikhochschule Lübeck
  • 1981 Studium und Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (Klavier)
  • 1984 Diplom (Hauptfach: Klavier), weitere Studien in Gesang und Dirigieren
  • Kurse Liedbegleitung bei Dietrich Fischer-Dieskau und Hermann Prey
  • 1995 Dirigierkurs an der Internationalen Bach- akademie Stuttgart bei Hellmuth Rilling

Engagements

  • 1984 Korrepetitorin am Bremer Theater
  • 1985 Dirigierdebüt in Bremen („Der Vogelhändler“)
  • 1989 Studienleiterin und Kapellmeisterin am Bremer Theater
  • 1997-2001 1. Kapellmeisterin an der Oper Frankfurt a.M.
  • 2001 bis 2011 Generalmusikdirektorin am Staatstheater Mainz, seit 2006 Intendantin des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz
  • ab 2011 freiberufliche Tätigkeit als Dirigentin

Dirigate und Repertoire

  • Gastdirigate u.a. am Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Braunschweig, Theater Altenburg-Gera, bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Philharmonischen Staatsorchester Bremen, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Ensemble Modern. Zusätzlich Gastspiele am Rundfunk und im Ausland (Rotterdam, Antwerpen)
  • Liedbegleiterin für Funk und Fernsehen (3sat, SWR, WDR)
  • Konzeption und Durchführung musikvermittelnder Konzertreihen: z.B. Gesprächskonzertreihe „Oper extra“ am Bremer Theater, Familienkonzerte an der Oper Frankfurt, ab Frühjahr 2002 in Mainz Etablierung einer neuen Reihe „Opernwerkstatt“
  • Konzert- und Opernrepertoire vom Barock bis zur Moderne
  • Uraufführungen zeitgenössischer Opern (Glanert, Johnson, Rihm)
  • Werke von Verdi, Puccini, Tschaikowsky, Wagner, Strauss

Auszeichnungen

  • 1999 ZONTA-Kunstpreisträgerin
  • 2011 Gutenberg-Büste der Stadt Mainz

Diskografie

  • Hans Rott, Sinfonie E-Dur, Acousence, DDD, 2004, Bestellnummer: 5176405
  • Hoffmann, E.T.A./Pjotr I. Tschaikowski, Nussknacker und Mausekönig, Acoucence, DDD/LA, 07, Bestellnummer: 6565393

Weblinks

1996-2001 Stefan Sanderling

Stefan Sanderling ist am 2. August 1964 in Ost-Berlin geboren.

Engagements

  • 1989-1995 Brandenburgische Philharmonie in Potsdam
  • 1996- 2001 Generalmusikdirektor am Staatstheater Mainz und beim Philharmonischen Staatsorchester Mainz
  • 1996-2004 Chefdirigent des Orchestre de Bretagne
  • 2002-2014 Florida Orchestra
  • ab 2004 Chefdirigent am Toledo Symphony Orchestra
  • 2008-2011 Musikdirektor des Chautauqua Symphony Orchestra
  • ab 2016 Musikdirektor am Sinfonieorchester Liechtenstein
  • Gastdirigate mit der Staatskapelle Berlin, der Staatskapelle Dresden, den Bamberger Symphonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem NHK-Sinfonieorchester (Tokio) und dem Sydney Symphony Orchestra

1989 – 1996 Peter Erckens

Peter Erckens wurde 1953 in Hamburg geboren. Er ist 2001 gestorben.

Ausbildung

Peter Erckens studierte bei Horst Stein und Wilhelm Brückner-Rüggeberg an der Musikhochschule Hamburg.

Beruflicher Werdegang

Sein Debüt gab er ca. 1975 als Solorepetitor der Hamburgischen Staatsoper. Von 1977 bis 1980 war er an der Oper Frankfurt Assistent von Michael Gielen, später arbeitete er in Bremen und an der Deutschen Oper Düsseldorf-Duisburg. Von 1989 bis 1996 war er Generalmusikdirektor am Staatstheater Mainz. Hier setzte er bislang selten gehörte Werke von Sibelius, Mahler, Schostakowitsch und Elgar auf den Spielplan. Er überraschte das Publikum am Staatstheater mit Programmen jenseits des Üblichen.

1978 – 1990 Mladen Basic

Mladen Bašić wurde am 1. August 1917 in Zagreb und ist dort am 21. November 2012 gestorben.

Ausbildung

Studium Klavier, Dirigieren und Komposition an der Musikakademie in Zagreb

Beruflicher Werdegang

  • 1940 Korrepetitor, ab 1945 Dirigent der Oper des Kroatischen Nationaltheaters in Zagreb
  • 1955-1958 Operndirektor des Kroatischen Nationaltheaters in Zagreb
  • 1959 Operndirektor am Salzburger Landestheater
  • 1960 Chefdirigent des Mozarteum-Orchesters
  • 1962-1972 ständiger Gastdirigent am Gran Teatre del Liceu in Barcelona
  • 1967-1968 Erster Kapellmeister an der Oper Frankfurt
  • 1968-1970 Musikdirektor des Sommerfestivals „Splitsko ljeto“ und Operndirektor des Kroatischen Nationaltheaters in Split
  • 1970-1978 ständiger Dirigent und Programmchef der Zagreber Philharmonie
  • 1978-1990 Generalmusikdirektor am Theater in Mainz

Auszeichnungen

  • 1997 Vladimir-Nazor-Preis des Kulturministeriums der Republik Kroatien für sein Lebenswerk
  • 1998 Tito-Strozzi-Preis des Kroatischen Nationaltheaters in Zagreb für die Aufführung der Oper The Rape of Lucretia von Benjamin Britten
  • 2006 Lovro-von-Matačić-Preis des Kroatischen Verbandes der akademischen Musiker für sein Lebenswerk

Diskografie

  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Klavierkonzerte Nr.14 & 19, Künstler: Werner Haas, RSO Stuttgart, Stuttgarter Kammerorchester, Mladen Basic, Karl Münchinger, Label: MDG, ADD, 1971/1965

1974-77 Dietfried Bernet

Professor Dietfried Bernet wurde am 14. Mai 1940 in Wien geboren und ist am 23. Mai 2011 in Hohenems, Vorarlberg gestorben.

 Ausbildung

Studium in Wien bei Hans Swarowsky und Dimitri Mitropoulos

Dirigentenlaufbahn

  • 1958 Dirigent erster Konzerte im Wiener Musikverein
  • 1964 Dirigent an der Wiener Volksoper
  • 1966 Dirigent an der Wiener Staatsoper
  • 1974-1977 Generalmusikdirektor am Theater der Stadt Mainz
  • 1995-2000 war er Gast-Chefdirigent am Königlichen Opernhaus Kopenhagen
  • 2005-2008 Ehrendirigent und Musikdirektor des Tiroler Symphonieorchesters
  • Gastdirigate Philharmonic Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Wiener Symphoniker, Berliner Philharmoniker, Orchestre National de France, Chicago Symphony Orchestra, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Orchester der Santa Cecilia in Rom, Japan Philharmonic und Tschaikovsky Symphonie Orchester Moskau, Teatro Colon in Buenos Aires, am Teatro La Fenice in Venedig, La Monnaie in Brüssel, Royal Opera House London, English National Opera, Houston Grand Opera, Wiener Staatsoper, Deutsche Oper Berlin, Berliner Staatsoper, Bayerische Staatsoper, Hamburgische Staatsoper, Köln, Stuttgart, Monte Carlo, Catania, Barcelona, Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Teatro San Carlo Neapel,Salzburger Festspiele, Spoleto Festival, Glyndebourne Festival, Bregenzer Festspielen  

Auszeichnungen

  • 1962 1. Preis beim Internationalen Dirigenten-Wettbewerb in Liverpool
  • 2001 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 

Buchautor

  • Bernet, Dietfried: Argumente für den Herrn im Frack: Was Sie schon immer über das Dirigieren wissen wollten, Limbus Verlag 2008 ISBN 3-902-53414-1

Diskografie

  • James McCracken & Sandra Warfield – Duets of Love and Passion, James McCracken, Sandra Warfield, Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden, Orchester der Wiener Staatsoper, Edward Downes, Dietfried Bernet, CD
  • Symphonieorchester Vorarlberg – Sternstunden Live 1996-2010, Symphonieorchester Vorarlberg, Gerard Korsten, Kirill Petrenko, David Wroe, Christoph Eberle, Dietfried Bernet, Thomas Kalb, Manfred Honeck, 2 CDs
  • Ingeborg Hallstein singt Lieder, Großes Sinfonieorchester, Wiener Hofburg Orchester, Franz Marszalek, Heinz Geese, Dietfried Bernet, 4 CDs
  • Bohuslav Martinu, Juliette, Wiener Symphoniker, Bregenzer Festspiele, 2003

1967-1973 Helmut Wessel-Therhorn

Professor Helmut Wessel-Therhorn wurde am 3.5.1927 in Münster geboren. Er ist am 3.9.2012 in Münster gestorben.

Ausbildung

1952-1961 Studium an der Musikakademie Detmold

Beruflicher Werdegang

  • 1961 Kapellmeister an den Städtischen Bühnen Münster tätig
  • 1961-1964 Hessisches Staatstheater in Wiesbaden
  • 1964-1967 Landestheater Coburg
  • 1967-1973 Stadttheater Mainz
  • 1973-1981 Deutsche Oper in Düsseldorf

Diskografie

  • Branka Musulin spielt Klavierkonzerte, Künstler: Branka Musulin, RSO Stuttgart, Hans Müller-Kray, Helmut Wessel-Therhorn, Label: Hastedt, ADD, 1956-70

1936-1967 Prof. Karl Maria Zwissler

Karl Maria Zwissler wurde am 12. August 1900 in Ludwigshafen am Rhein geboren und ist am 15. September 1984 in Mainz gestorben. Sein Grab ist auf dem Hauptfriedhof Frankfurt.

Ausbildung

  • Studium in München, unter anderem bei Bernhard Sekles, Hans Knappertsbusch
  • Studium des Dirigierens bei Hans Pfitzner und Erich Kleiber
  • Gesangsunterricht

Engagements

  • 1924-1927 Kapellmeister an der Bayerischen Staatsoper in München
  • 1927-1933 Dirigent in Brünn und Düsseldorf
  • 1929-1933 Dirigent in und Darmstadt
  • 1933-1936 Oper Frankfurt, zunächst als Erster Kapellmeister, später als musikalischer Leiter
  • 1936-1967 Generalmusikdirektor am Theater in Mainz, wo er den Spitznamen „Pluto, Herr der Unterwelt“ hatte
  • 1942 Intendant des Mainzer Theaters
  • 1945-1949 Generalintendant des Mainzer Theaters
  • 1956-1958 Leitung der Darstellenden Kunst an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
  • 1958 Leiter in der Ausbildung der Dirigenten an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
  • neben seinen Engagements betätigte er sich als Regisseur

Sonstiges

  • 1946 Gründungsmitglied des Mainzer Kreises, einem Vorläufer des Rotary Club Mainz