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Aktuelle Theater-News

Status gewinnt Scotsman Fringe First

Noch ist die neue Spielzeit am Staatstheater Mainz nicht eröffnet, da darf sich das Haus bereits über den ersten Preis freuen: Status von Chris Thorpe hat beim Edinburgh Festival Fringe einen der begehrten Scotsman Fringe First gewonnen, wie das Festival heute mitteilte.

Status ist eine Koproduktion des Staatstheaters mit China Plate, in Kooperation mit dem Battersea Arts Centre, dem Warwick Arts Centre und den Théâtres de la Ville de Luxembourg. Im Mainz wird sowohl die englischsprachige Version mit Autor Chris Thorpe auf der Bühne und in der Regie von Rachel Chavkin als auch eine deutschsprachige Fassung in der Inszenierung von Jana Vetten zu sehen sein (Premiere 24. November).

Über die Performance in Edinburgh schrieb das britische Theatermagazin The Stage: „It’s a searching, meticulously crafted, beautifully written piece, full of fragile conclusions about nationhood and privilege.“

[Pressemitteilung des Staatstheaters Mainz vom 10.8.2018]

Ballettfreunde mit neuem Namen und neuer Vorsitzenden

Die Freunde des Balletts Mainz wollen künftig den Namen „Förderverein tanzmainz“ führen. Damit trage man „den Namen der erfolgreichen Compagnie des Staatstheaters, deren Unterstützung und Förderung die Ziele des Vereins sind“ künftig auch direkt im eigenen Vereinsnamen, heißt es in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig kommt es auch zu einem Wechsel an der Spitze des Vereins: Manuela Klauer wurde zur neuen Ersten Vorsitzenden gewählt. Sie folgt damit auf Till Rehberg, Gründungsmitglied und bisheriger Erster Vorsitzender, der als Beisitzer weiterhin im Vorstand bleibt.

 

Musikhochschule: Elisabeth Scholl wird Nachfolgerin von Claudia Eder

www.elisabethscholl.com

Die Sopranistin Elisabeth Scholl, Schwes­ter des Coun­ter­te­nors An­dre­as Scholl, übernimmt im näch­sten Som­mer­se­mes­ter ei­ne Pro­fes­sur an der Musikhochschule Mainz für Ge­sang und wird da­mit Nach­folg­erin von Clau­dia Eder. Eli­sa­beth Scholl war von 2009 bis 2017 Pro­fes­so­rin für Bar­ock­ge­sang in Nürn­berg.  In Mainz hat sie einst Mu­sik­wis­sen­schaft bei Edu­ard Wol­litz studiert.

Neues Zuhause für Künstler am Staatstheater

Seit Jahrzehnten stellen die Theaterfreunde Mainz dem Staatstheater eine Wohnung zur Verfügung, in der Regisseure, Sänger, Schauspieler, Tänzer usw. für wenig Geld einige Tage, Wochen oder auch Monate wohnen können. Die Nachfrage nach dieser preisgünstigen Unterkunft für Künstler am Theater war so groß, dass sich die Theaterfreunde entschlossen haben, eine zweite Wohnung im Augustinergäßchen, also ganz nah beim Staatstheater, anzumieten, zu möblieren und zur Einquartierung von Künstlern zur Verfügung zu stellen. Die von den Künstlern zu zahlende Miete ist nicht kostendeckend, so dass die Theaterfreunde auf diese Weise mehrere tausend Euro dem Staatstheater zukommen lassen.

Mainzer Startenor Josef Traxel vor 100 Jahren geboren

Josef Traxel, Bayreuther Festspiele, 1954

Josef Traxel, Bayreuther Festspiele, 1954

Der aus Mainz stammende Tenor Josef Traxel hätte am 29. September 2016 seinen 100. Geburtstag feiern können, wenn er nicht bereits im Alter von 59 Jahren in Stuttgart gestorben wäre.

Nach der Schulzeit studierte der gebürtige Mainz an der Musikhochschule Darmstadt. 1939 wurde er als Soldat eingezogen und nahm am Frankreich-, Russland-, und Afrikafeldzug teil. 1942 wurde Traxel an der Ostfront in Russland verwundet. Während eines Lazarettaufenthalts in Mainz gab er am Mainzer Stadttheater sein Bühnendebüt und sang „aushilfsweise“ als Ottavio in Mozarts Don Giovanni, von seinen Kollegen auf der Bühne sanft hin- und hergeschoben. Ein Kritiker schrieb damals: „Hier ist ein junger Künstler dazu berufen, Musik zu leben, zu singen. Wird Traxel dieses Ziel erreichen? Vieles spricht bereits dafür, besonders die Selbstzucht, die sich der Künstler auferlegte und die nicht nur in der Akkuratesse des Notenbildes deutlich wird“.

Seine eigentliche Gesangskarriere als Tenor begann nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1946 in Nürnberg, wo er am Stadttheater als lyrischer Tenor engagiert wurde. Danach sang er an allen wichtigen Bühnen der Welt, blieb aber stets dem Stuttgarter Opernhaus eng verbunden.

Die Allgemeine Zeitung erinnert in einem Artikel vom 6.10.2016 an den weltberühmten Sänger.

Theaterfreunde helfen in Not

Die Theaterfreunde Mainz sammeln für in Not geratene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mainzer Staatstheaters. Zweck des Sozialfonds ist die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatstheaters Mainz und des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz und ihrer Angehörigen. Der Fonds leistet Hilfe in nicht anders behebbaren finanziellen Notlagen. Leistungen werden insbesondere gewährt in Todes- und Krankheitsfällen, insbesondere als zeitlich befristeter Beitrag zum Unterhalt zum Zwecke der Erziehung oder zur Sicherung einer angemessenen Unterkunft. Weiterlesen

Steuerzahlerbund fordert Finanzierung des Staatstheaters allein durch das Land

„Die Theater müssen sorgsamer mit ihren Mitteln umgehen“, fordert der Geschäftsführer des Steuerzahlerbundes in Rheinland-Pfalz, René Quante, in einem Interview der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ vom 27. August 2016. Er bezog sich dabei in erster Linie auf das städtische Theater Trier, das 2015 ein Minus von 1,3 Millionen Euro machte und vom Land gefördert wird. Das Land sei nicht verpflichtet, „ohne Sinn und Verstand Millionenbeträge in kommunale Theater zu pumpen“. Quante schlug in diesem Zusammenhang vor, das Staatstheater Mainz allein durch das Land und die Stadttheater in Kaiserslautern, Koblenz und Trier nur durch die jeweilige Stadt finanzieren zu lassen. Einen Bericht zur Situation am Stadttheater Trier lesen Sie hier.

Ein beflügelter Opernchor: Liebe vs. Macht

Der Opernchor des Staatstheaters Mainz lädt am 27. und 28.3.2015 im Orchestersaal wieder zum bekannten und beliebten Konzert „Ein beflügelter Opernchor“ ein. In seinem nächsten „beflügelten“ Programm beleuchtet der Opernchor des Staatstheater Mainz diesen Aspekt mit Ausschnitten aus Opern von Georg Friedrich Händel, Gaetano Donizetti, Wolfgang Amadeus Mozart und Giuseppe Verdi.  Weiterlesen