Bühnenverein will Theater in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen stärken

Der neue Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Marc Grandmontagne, setzt sich für eine Stärkung des politischen Diskurses auf allen Ebenen ein. „In Zeiten, in denen Theater und Orchester finanziell in Frage gestellt werden, müssen sie den kulturpolitischen Gestaltungsspielraum wieder zurückerobern und mit stimmigen Konzepten füllen. Das erfordert einen Aushandlungsprozess, der für den Bühnenverein eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre, gerade auch in Zusammenarbeit mit anderen Kulturbereichen ist. Wir leben in einer Zeit starker gesellschaftlicher Veränderungen und Spannungen. Theater erfüllt eine essenzielle Funktion in der Demokratie, indem es mit den Mitteln der Kunst die Widersprüche und Probleme der Gesellschaft reflektiert und zum gegenseitigen Verständnis beiträgt. Theater und Orchester brauchen daher ein klares Bekenntnis der Kultur- und der Finanzpolitik für ihre Arbeit“, sagte Grandmontagne heute in Köln. Auch an der Verbesserung der politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen, in denen Theater, Orchester und ihre Künstler arbeiten, will Grandmontagne weiter arbeiten.

Grandmontagne hat sein Amt als Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins am 1. Januar 2017 angetreten. Der studierte Volljurist und Politikwissenschaftler ist Nachfolger von Rolf Bolwin, der nach 25 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

[Pressemitteilung des Deutschen Bühnenvereins vom 11.01.2017]