Autorin Theresia Walser zu Gast im Staatstheater

Die Themen Macht, Wahrheit und Projektion beschäftigen die Autorin Theresia Walser in ihren Theaterstücken schon sehr lange. In Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel, das in der Inszenierung von Heike M. Götze zurzeit im Staatstheater Mainz zu sehen ist, führt sie zudem ihre Beschäftigung mit der Problematik des Bösen auf der Bühne fort. Waren es in ihrem Stück Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm (2006) drei Schauspieler, die erzählen, wie es war, Hitler bzw. Goebbels darzustellen, wird hier die Perspektive um 180 Grad umgedreht: drei einstige Politikerinnen hadern mit der Repräsentation ihrer Selbst-Wahrnehmung. Ein Film soll zwar gedreht werden, aber eigentlich reicht das nicht aus. Imelda Marcos bringt es auf den Punkt: „Mein Leben als Oper. Ich hatte immer das Gefühl, dass mein Leben gesungen werden muss.“ Theresia Walser ist am 16. Januar um 18 Uhr zu Gast im Orchestersaal im Staatstheater und spricht mit Dramaturgin Patricia Nickel-Dönicke über die ehemaligen First Ladies, darüber, was Dolmetschen mit Schauspielerei zu tun hat und was für sie der Begriff „Sprachmusik“ bedeutet. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Theaterfreunde Mainz statt. Karten für 5 Euro gibt es an der Theaterkasse oder online. Um 19:30 Uhr ist Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel im Kleinen Haus zu sehen. Im Anschluss an die Vorstellung steht die Autorin für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.